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Schwerpunkt · Nachbehandlung

Nachbehandlung von 3D-Drucken: Füller, Schliff, Lack

Ein gedrucktes Teil zeigt seine Schichtlinien. Für Messe-, Präsentations- und Sichtmodelle behandeln wir es auf Wunsch nach: Stützmaterial entfernen, mehrere Schichten Sprühfüller mit Schleifgängen dazwischen, Lack im gewünschten Farbton und zum Schluss Klarlack – hochglänzend oder matt.

Darstellung: die gedruckten Ziffern 3D nach Füller, Schliff, rotem Lack und Klarlack, daneben eine Lupe mit dem Schichtaufbau
Schematische Darstellung: das gedruckte „3D“ nach Füller, Schliff, Lack und Klarlack – die Lupe zeigt den Schichtaufbau.
Nachbehandlung Schritt für Schritt

Vom rohen Druck zur lackierten Oberfläche

Beim Scrollen läuft die Nachbehandlung am gedruckten „3D“ ab. Die Lupe zeigt dazu einen Schnitt durch die Oberfläche: Schichten, Füller, Lack und Klarlack. Schematische Darstellung, nicht maßstäblich.

  1. Schritt 1 von 8

    Roh aus dem Drucker

    Das Teil entsteht Schicht für Schicht. Jede Schicht hinterlässt an der Oberfläche eine feine Kuppe – zusammen ergeben sie die Schichtlinien. Überhänge und Hohlräume stehen auf weißem Stützmaterial.

  2. Schritt 2 von 8

    Stützmaterial entfernen

    Abbrechbares Stützmaterial wird ausgebrochen, lösliches im Bad ausgewaschen. Zurück bleibt das reine Bauteil – noch mit Schichtlinien.

  3. Schritt 3 von 8

    Vorschleifen

    Ein erster Schleifgang nimmt die Kuppen der Schichten weg. Die Rillen dazwischen bleiben.

  4. Schritt 4 von 8

    Sprühfüller, erste Schicht – dann schleifen

    Der Füller legt sich in die Rillen. Beim Schleifen wird er auf den Kuppen wieder abgetragen: Dort kommt der Druck durch, in den Rillen bleibt Füller stehen.

  5. Schritt 5 von 8

    Zweite Schicht – wieder schleifen

    Jede weitere Schicht füllt, was noch fehlt. Nach dem Schleifen sind von den Rillen nur noch flache Mulden übrig.

  6. Schritt 6 von 8

    Weitere Schichten bis zur glatten Fläche

    Füller und Schliff wechseln sich ab, bis keine Rille mehr zu sehen ist; zum Schluss wird fein geschliffen. In der Darstellung reichen drei Schichten – wie viele es werden, hängt vom Teil ab.

  7. Schritt 7 von 8

    Lackieren im Wunschfarbton

    Auf den glatt geschliffenen Füller kommt der Lack im gewünschten Farbton, zum Beispiel nach RAL – in dünnen Gängen, bis er gleichmäßig deckt.

  8. Schritt 8 von 8

    Klarlack: hochglänzend oder matt

    Zum Schluss eine Deckschicht aus Klarlack. Sie schützt die Farbe und bestimmt den Glanz.

Warum ein gedrucktes Teil nachbehandeln?

Im FDM-Verfahren entsteht ein Bauteil Schicht für Schicht. Jede Schicht hinterlässt an der Oberfläche eine feine Kante – an senkrechten Flächen als Linien, an schrägen und runden Flächen als kleine Stufen. Für ein Funktionsteil spielt das meist keine Rolle. Bei einem Messemodell, einem Präsentationsmodell oder einem Sichtteil zählt dagegen der erste Eindruck: Dort machen Füller, Schliff und Lack die Schichtlinien unsichtbar und geben dem Teil die gewünschte Farbe.

Stützmaterial: ausbrechen oder auswaschen

Überhänge und Hohlräume druckt die Maschine auf ein zweites Material, das Stützmaterial. Abbrechbares Stützmaterial wird nach dem Druck ausgebrochen, lösliches im Bad ausgewaschen – so werden auch Bereiche frei, an die man mit Werkzeug schlecht herankommt. Danach ist das Teil sauber, aber noch roh: Die Schichtlinien sind zu sehen und zu fühlen.

Sprühfüller und Schleifgänge im Wechsel

Der Kern der Nachbehandlung ist der Wechsel aus Sprühfüller und Schliff. Der Füller ist eine schleifbare Grundierung: Er legt sich in die Rillen zwischen den Schichten. Beim anschließenden Schleifen wird er auf den Kuppen wieder abgetragen, in den Rillen bleibt er stehen. Mit jeder Schicht werden die Rillen flacher – bis die Fläche durchgehend glatt ist. Erst dann kommt Farbe aufs Teil.

Farbton und Glanzgrad

Lackiert wird im gewünschten Farbton, zum Beispiel nach einer RAL-Nummer. Den Abschluss bildet Klarlack: hochglänzend oder matt. Er schützt die Farbschicht und bestimmt, wie stark das Teil glänzt.

Wofür sich die Nachbehandlung lohnt

Farbig auch ohne Lack

Muss es nicht lackiert sein, drucken wir in ABSplus oder ASA direkt in Farbe. Die Schichtlinien bleiben dann sichtbar, dafür ist das Teil durch und durch farbig.

Für ein Angebot brauchen wir

  • 3D-Daten, am besten als STEP oder im Originalformat
  • Farbton, zum Beispiel als RAL-Nummer, und Glanzgrad: hochglänzend oder matt
  • welche Flächen später zu sehen sind
  • Stückzahl und Wunschtermin

Wir fertigen in Pforzheim und liefern nach ganz Deutschland – abgeholt oder verschickt.

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