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Schwerpunkt · Messemodelle

Messemodelle im 3D-Druck – aus Hochleistungs­kunststoff

Ein Messemodell muss Transport, Aufbau und tausende Handgriffe überstehen und dabei aussehen wie am ersten Tag. Wir drucken Ausstellungs- und Messemodelle im FDM-Verfahren aus technischen Kunststoffen – bis 914 × 610 × 914 mm in einem Stück (große Teile auf einer Partner-Anlage), größer aus Segmenten, auf Wunsch mit Antrieb und beweglicher Mechanik.

Gedrucktes Messemodell mit Getriebe am Stand des DLR
Messemodell für das DLR: Getriebe mit eigenem Antrieb, dreht mit 200 U/min.

Warum ein Messemodell aus Hochleistungskunststoff?

Ein Messemodell wird angefasst, verladen, aufgebaut, wieder verpackt und beim nächsten Termin erneut aufgestellt. Standard-Modellkunststoffe halten das eine Weile aus – Hochleistungskunststoffe halten es über Jahre aus. ULTEM 9085 und ULTEM 1010 (PEI) bleiben steif und maßhaltig, stecken Stöße beim Transport weg und vertragen Reinigungsmittel. Nylon 12CF macht große, dünnwandige Flächen steif, ohne schwer zu werden. PC-ISO ist das Material der Wahl, wenn das Modell im Medizin- oder Pharmaumfeld gezeigt wird.

Der zweite Grund ist die Aussage: Wer Innenraumteile für Flugzeug oder Bahn anbietet, zeigt auf der Messe ein Modell aus genau dem Werkstoff, der auch in der Serie eingesetzt wird – ULTEM 9085 mit seiner FST-Zulassung für Flamme, Rauch und Toxizität. Das Modell ist dann nicht nur Anschauungsobjekt, sondern Materialprobe und Gesprächseinstieg zugleich.

Großbauteile, mehrteilig und farbig

Großbauteile bis 914 × 610 × 914 mm entstehen in einem Stück – bis 406 × 355 × 406 mm im eigenen Druckraum, darüber auf einer Partner-Anlage. Größere Modelle teilen wir in Segmente, drucken sie mit Steck- oder Klebeverbindungen und fügen sie zusammen. Eine Rippenstruktur im Inneren hält das Gewicht niedrig – wichtig, wenn das Modell im Koffer zur Messe reist oder von einer Person aufgebaut werden soll. Für farbige Modelle drucken wir in ABSplus und ASA in vielen Farben, sodass Baugruppen, Medienströme oder Varianten ohne Lackierung unterscheidbar sind.

Aufnahmen für Beleuchtung, Displays, Motoren oder Verkabelung planen wir von Anfang an mit ein. So sitzt die Technik später im Modell und nicht davor.

Mehrteiliges Messemodell aus dem 3D-Drucker, geschlossene Seite mit Verkleidung Dasselbe Messemodell von der offenen Seite: Tragstruktur mit Gewindeeinsätzen und Metallteilen
Ein Messemodell, zwei Seiten: außen die Verkleidung, auf der offenen Seite die Tragstruktur aus gedruckten Rippen und Streben, verschraubt mit Gewindeeinsätzen und Metallteilen. Beim Scrollen dreht sich das Bild.

Vom Anschauungsmodell zum Demonstrator

Ein Modell, das sich bewegt, zieht Besucher an – aus dem Anschauungsmodell wird ein Demonstrator, der zeigt, wie die Maschine arbeitet. Für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben wir ein Messemodell mit Getriebe und eigenem Antrieb gebaut, das mit 200 U/min läuft – Messetag für Messetag. Lager, Wellen, Motoren und Normteile setzen wir ein, wo gedruckte Teile an ihre Grenzen kommen. Mehr dazu unter Funktionsmodelle mit echter Mechanik.

Messestand des DLR mit dem gedruckten Funktionsmodell
Im Einsatz: das Modell am Messestand des DLR.
Roter Rahmen in Fachwerkbauweise aus dem 3D-Drucker
Fachwerkbauweise: viel Steifigkeit bei wenig Gewicht.

Ausstellungsmodelle, Schnittmodelle und Designmodelle

Neben Messemodellen drucken wir Ausstellungsmodelle für Foyer, Showroom und Werksführung, Schnittmodelle, die den inneren Aufbau eines Aggregats oder Gehäuses zeigen, und Designmodelle für Industriedesign und Produktentwicklung – auf Wunsch mit lackierter Oberfläche im Wunschfarbton. Im Industriemodellbau zählt, dass Proportionen, Details und Farben stimmen; deshalb planen wir Teilung, Ausrichtung im Bauraum und Oberflächen von Anfang an mit.

Vom Datensatz oder von der Idee

Liegen CAD-Daten der Maschine oder des Produkts vor, bereiten wir sie für den Druck auf: Maßstab, Vereinfachung von Details, Segmentierung, Ausrichtung im Bauraum und Stützmaterial. Gibt es nur Prospektbilder, eine Skizze oder ein Musterteil, konstruiert unser Partner Heger CAD in Pforzheim das Modell – druckgerecht und mit Blick auf Montage und Transport.

Typische Anfragen

  • Maschinen- oder Anlagenmodell im Maßstab 1:5 bis 1:20 für den Messestand
  • Schnittmodell eines Aggregats oder Gehäuses, das den Aufbau zeigt
  • Funktionsmodell mit Antrieb, das Bewegungsabläufe vorführt
  • Präsentationsmodell in Originalgröße für Vertrieb und Schulung
  • Schaustück für Foyer, Showroom oder Werksführung

Häufige Fragen zu Messemodellen

Welcher Kunststoff eignet sich für Messemodelle?
Für Modelle, die viele Messen überstehen sollen, ULTEM 9085 oder ULTEM 1010. Große, dünnwandige Flächen werden mit Nylon 12CF steif und bleiben leicht. Farbige Modelle ohne Lackierung drucken wir in ABSplus und ASA. Mehr zu den Werkstoffen unter Hochleistungskunststoffe im 3D-Druck.
Wie groß kann ein Messemodell sein?
In einem Stück bis 406 × 355 × 406 mm im eigenen Druckraum und bis 914 × 610 × 914 mm auf einer Partner-Anlage. Größere Modelle teilen wir in Segmente und fügen sie mit Steck- oder Klebeverbindungen zusammen.
Geht es auch ohne CAD-Daten?
Ja. Mit Prospektbildern, einer Skizze oder einem Musterteil konstruiert unser Partner Heger CAD das Modell druckgerecht – mehr unter Konstruktion für 3D-Druck.
Kann sich das Modell bewegen?
Ja, auf Wunsch mit Antrieb, Lagern und beweglicher Mechanik – wie beim Modell für das DLR, dessen Getriebe mit 200 U/min läuft.

Wir fertigen in Pforzheim und liefern nach ganz Deutschland – abgeholt, verschickt oder nach Absprache direkt zum Messebauer.

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